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Bilder und Joomla!...
... das ist eine lange Geschichte voller Leidenschaft und Missverständnisse - aber es gibt gute Nachrichten!


Der Moment, in dem der Kunde fragt – nach einer guten Stunde Schulung in Joomla! und in gelöster Stimmung – wie er hochgeladene Bilder bearbeiten kann... Es folgt ein kurzer Moment des Schweigens. Dann nehme ich all meinen Mut zusammen und sage: „Die Bilder müssen Sie vorher bearbeiten. Am besten, Sie laden die Bilder schon direkt in den richtigen Formaten hoch.“ Kurze Phase der Irritation. Der Kunde hakt nach: „Mit welchem Tool soll ich die Bilder bearbeiten?“ Ich schwanke zwischen Photoshop und pixlr und wäge die jeweilige Zumutbarkeit ab...

Keine Frage, in der User-Wahrnehmung gehört eine rudimentäre Bildbearbeitung und eine intuitive Verwaltung verschiedener Medien zum Gesamtpaket eines modernen CMS. Joomla! war in der Vergangenheit auch bereits auf einem guten Weg: So war es schon früh möglich, eine eigene Ordnerstruktur innerhalb des /images Ordner anzulegen. Dies ermöglichte die Sortierung z.B. nach Aktualität, Themen oder Dokumentenart. Das Problem allerdings ist, dass dieser Status Quo seit vielen Jahren nur unwesentlich weiter entwickelt wurde. So existiert der Media-Manager in seiner heutigen Form seit Joomla 1.5 – eine Ewigkeit, in Webjahren gedacht.

2016 schließlich hat sich eine Task Force dieses Problems angenommen: In Joomla! 4 dürfen wir uns auf einen nagelneuen Media-Manager freuen. Das Team ist nach bester Joomla!-Tradition international aufgestellt und setzt sich aus Irland, Sri Lanka, Deutschland, Schweiz, Griechenland, USA und Dänemark zusammen.

Moderne Technik, intuitive Usability, erweiterbare Architektur und Styles mit SASS werden den technischen Unterbau des Media-Managers bilden. Der erste Launch sieht eine neue Listenansicht, Bearbeitung der Bilder aus dem  Joomla!-Backend heraus, Drag and Drop Upload, ein optimiertes Media Field und Ermöglichung von Cloud Filesystem Support vor. Weitere Ziele sollen zukünftig die Massenverarbeitung von Medien und automatisierte Prozesse sein.

Zum Beispiel ermöglicht dies den Upload von mehreren Bildern aus einem Ordner bei gleichzeitiger Wandlung der Bildgröße. Die Mediendateien werden dabei auch in die Datenbank eingebunden und sind so z.B. über die Suche auffindbar. Außerdem wird die Festlegung von Zugriffsrechten innerhalb der Benutzer-Rechteverwaltung ermöglicht. Auch die Usability wird sich verbessern: Der Benutzer wird zwischen Listen und Detailansichten wählen können, eine  direkte Vorschau der Bilder ist möglich, verschiedene Medientypen können verwaltet werden. Auch die Einbindung des Managers in den Artikel-Workflow wird überdacht und in einen intuitiven Workflow integriert.

Ich als Designer empfinde vor allem Vorfreude auf die neuen Bearbeitungs-Features. Die wichtigsten Tools wie Resize, Crop und Rotate werden bereits mit Grundinstallation ausgeliefert. Die Funktionalität kann dabei jederzeit mit  PlugIns erweitert werden – dadurch wird der Bildbearbeitung aus dem Joomla-Backend heraus zukünftig kaum Grenzen gesetzt sein.

Auch die bekannten Funktionalitäten „banners“ und „headers“ werden mit dem neuen Media-Manager zusammen spielen. Während „headers“ eher als Beispiel-Bildcontent zu verstehen ist, bietet „banners“ die Verwaltung von  Werbebannern aus dem Joomla!-Backend heraus. So können Werbebanner von verschieden Kunden geschaltet und die Nutzung (Klickzahlen) ausgewertet werden. Auch die Planung eines Klick-Budgets ist möglich: Ist das Budget erreicht, wird der Banner automatisch deaktiviert.

Zukünftig steht also der Champagnerlaune des Kunden bei Schulungen und Fragen nach der Bildbearbeitung nichts mehr im Wege.

Herzlichen Dank an die Media-Manager Task Force Allon, Dimitris, Ciaran, Kasun, David, Britta, Dawn, Yves und Ufuk

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