Am 6. Juni traf sich das Joomla Maintenance Team zu einer Aufgabe, die schon lange auf der Agenda stand: veralteten Code endlich konsequent aus dem Joomla-Kern zu entfernen.

Wer Joomla schon länger begleitet, kennt den Ablauf: Funktionen und APIs werden als „deprecated“ markiert, ihr Wegfall für eine zukünftige Version angekündigt – und dann bleiben sie oft noch jahrelang im Code bestehen. Mit Joomla 7.0 rückt nun jedoch der Zeitpunkt näher, an dem diese Altlasten tatsächlich entfernt werden.

Aufräumen im Joomla-Kern

Das Ziel des Sprints war klar definiert: nicht mehr benötigten und veralteten Code identifizieren und entfernen.

Das Team arbeitete sich durch die in den vergangenen Jahren angesammelten Deprecation-Hinweise, überprüfte ältere APIs und Hilfsmethoden und bereitete entsprechende Pull Requests für den Entwicklungszweig von Joomla 7.0 vor. Veraltete APIs, längst ersetzte Hilfsklassen und Funktionen aus früheren Architekturansätzen standen dabei auf dem Prüfstand.

Weniger Legacy-Code bedeutet langfristig eine wartungsfreundlichere Codebasis und erleichtert gleichzeitig die Weiterentwicklung des CMS.

Mehr als 100 Deprecation-Hinweise entfernt

Im Laufe des Sprints wurden über 100 Deprecation-Hinweise aus dem Joomla-Kern entfernt. Sie hatten ihren Zweck erfüllt, indem sie Entwicklerinnen und Entwickler frühzeitig auf bevorstehende Änderungen aufmerksam gemacht haben. Mit Joomla 7.0 ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, diese Übergangslösungen endgültig zu entfernen.

Die Bereinigung verbessert außerdem die Übersichtlichkeit des Codes. Gerade für neue Mitwirkende ist es oft schwierig zu erkennen, welche APIs aktuell unterstützt werden, wenn große Teile der Codebasis mit Warnungen versehen sind, nicht mehr verwendet werden zu sollen.

Insgesamt wurden an diesem Tag mehr als 25 Pull Requests erfolgreich zusammengeführt. Offenbar motiviert das gemeinsame Entfernen von Altlasten mindestens genauso sehr wie das Schreiben neuer Funktionen.

Auch die Dokumentation wurde parallel aktualisiert. Mehr als 23 Pull Requests im Joomla Manual Repository sorgten dafür, dass die Änderungen nachvollziehbar dokumentiert werden.

Für Erweiterungsentwicklerinnen und -entwickler steht bereits ein Migrationsleitfaden zur Verfügung, um sich frühzeitig auf Joomla 7.0 vorzubereiten.

Warum ist das wichtig?

Das Entfernen veralteter Funktionen sorgt selten für große Schlagzeilen. Dennoch gehört genau diese Art von Wartungsarbeit zu den wichtigsten Aufgaben in einem Open-Source-Projekt. Werden solche Altlasten über Jahre hinweg nicht bereinigt, erschweren sie die Weiterentwicklung und erhöhen den Wartungsaufwand erheblich.

Das Ziel besteht darin, veraltete Funktionen zu entfernen und gleichzeitig klare Migrationspfade für Entwickler bereitzustellen. Der Sprint am 6. Juni hat gezeigt, wie dieser Prozess erfolgreich umgesetzt werden kann: gemeinsam analysieren, sorgfältig prüfen und verantwortungsvoll aufräumen.

Bis zur Veröffentlichung von Joomla 7.0 liegt noch weitere Arbeit vor dem Team, doch die erste wichtige Hürde ist bereits genommen.

Vielen Dank an alle Beteiligten

Ein herzliches Dankeschön an alle, die am Sprint teilgenommen, Code geprüft, getestet und zum Erfolg der Aktion beigetragen haben:

Allon Moritz, Benjamin Trenkle, Christiane Maier-Stadtherr, Hannes Papenberg, Harald Leithner, Martin Kopp, Richard Fath, Tuan Pham Ngoc und Viviana Menzel.

 

Originalartikel: https://magazine.joomla.org/issues/2026/june-2026/joomla-maintenance-team-sprint-first-steps-towards-joomla-7-0

Übersetzt mit Unterstützung der KI.

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